Die Brennnessel ist der bessere Spinat

Warum sie noch gesünder ist, wie man sie richtig erntet und einfache Verarbeitungsideen.
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Bild: Matthew Feeney/Unsplash

Was brennt ums ganze Haus und das Haus verbrennt doch nicht?

Erraten – die Brennnessel. Das uralte Rätsel verrät es schon: Das heimische Superfood wächst gerne in Menschennähe. Praktisch, denn so kann es von Frühjahr bis Herbst immer frisch geerntet werden. Im Frühling, wenn die Brennnesseln noch jung und weich sind, erntet man die ganze Pflanze, später im Jahr nur die oberen 15 bis 20 Zentimeter bzw. die oberen Blätter. Moment mal – Superfood?

Was in der Brennessel steckt

Auf jeden Fall. Das hat die Brennnessel ihrer geballten Power an Vitaminen, Mineralien und antioxidativ wirkenden Inhaltsstoffen zu verdanken. Im Vergleich zu Obst und Gemüse aus dem Supermarkt wird das schnell deutlich: So punktet die Brennnessel zum Beispiel mit fünfmal mehr Vitamin C als Zitronen. Vitamin A, Kieselsäure, Chlorophyll und eine gute Portion Eisen machen sie außerdem zum „besseren“ Spinat.

Die Brennnessel regt außerdem den gesamten Stoffwechsel an und ist aufgrund ihrer reinigenden Wirkung ein wichtiger Bestandteil von Frühjahrskuren und Detoxtees.

Mit der Brennnessel haben wir aber nicht nur ein wunderbares „Wildgemüse“, sondern auch eine der ältesten Heilpflanzen vor der Haustüre. Brennnesseltee wird aufgrund seiner durchspülenden Wirkung bei Blasenentzündung und Prostatabeschwerden eingesetzt.

Suppe, Pesto und Spinat

In der Küche kann man die Brennnessel wie Spinat zubereiten, auch Brennnesselpesto und Brennnesselsuppe schmecken und sorgen für eine gesunde Abwechslung am Tisch. Oder wie wäre es, den grünen Smoothie mit ein paar frischen Brennnessel-Blättern aufzupeppen? Oder du machst dir einen Brennnessel-Shake – der gibt Kraft und kurbelt den Stoffwechsel an. Möglichkeiten gibt es viele, und vor der Brennwirkung muss man sich beim Verzehr nicht fürchten: Die geht bei der Verarbeitung verloren.

Bei Blasenentzündung: Brennnesseltee

Ein heißer Tipp ist Brennnesseltee aus den frischen Blättern: Dazu einfach 2 EL Blätter klein schneiden und mit kochendem Wasser übergießen, nach 10 Minuten abseihen und genießen.

Wer also Brennnesseln im Garten hat und ihr Wachstum etwas eindämmen möchte, greift am besten öfter mal nach ihr. Vorsichtshalber und der bösen Kindheitserinnerungen wegen lieber mit Handschuhen.

Einen Teil der Pflanze sollte man aber immer stehen lassen, denn für Schmetterlingsraupen sind Brennnesseln eine essenzielle Futterquelle, somit trägt man zum Erhalt der Artenvielfalt bei.

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