4 ätherische Öle, die dein Immunsystem stärken

Die Nase rinnt, der Hals kratzt, die Glieder schmerzen? Heilsame Pflanzen helfen uns durch die kalte Jahreszeit.
Ätherisches Öl Hände
Bild: Christin Hume / Unsplash

Weihrauch reinigt die Luft

Wogegen hilft’s? Weihrauch hemmt Entzündungen wirkungsvoll. Als Raumbeduftung gibt er Pilzen die Sporen und reinigt die Luft von Viren und Bakterien. So lindert er Infektionen der Atemwege und sorgt für Erleichterung bei Husten, chronischer Bronchitis oder Halsschmerzen. Dem „Göttlichmacher“, wie Weihrauch in orientalischen Kulturen genannt wird, sagt man auch spirituelle Wirkung nach. Er vertreibt schlechte Energie, klärt von innen, vereint Geist und Seele. 
Worauf achten? Bei Migräne oder Schwangerschaft nicht täglich einsetzen.
Wie anwenden? Ingrid Karner empfiehlt ein Duftlampen-Gemisch: zwei Tropfen naturreines Weihrauchöl, je ein Tropfen Zimt- und Silbertannen- sowie vier Tropfen Orangenöl.

Rosmarin kann (fast) alles

Wogegen hilft’s? Rosmarin lindert Schmerzen, löst festsitzenden Schleim, attackiert Bakterien und Viren, kräftigt Herz und Blutgefäße und regt den Geist an – der absolute Allrounder unter den Immunölen. Aromapraktikerin Ingrid Karner weiß: „Rosmarinöl ist ein wirkungsvoller Muntermacher. Es bringt – innerlich wie äußerlich eingesetzt – den Kreislauf in Schwung und fördert die Durchblutung. Das hilft auch bei kalten Händen und Füßen.“

Worauf achten? Je nachdem, wo die Rosmarinpflanze wächst, bildet sie ihre Inhaltsstoffe in unterschiedlichen Verhältnissen aus. Der Fachbegriff dafür lautet „Chemotyp“ („ct.“), er ist auf dem Etikett angeführt und erzählt Experten viel über die Wirkung des entsprechenden Öls. Willst du Geist und Körper fit durch die kalte Jahreszeit bringen, empfiehlt Ingrid Karner vor allem Rosmarinöl des Chemotyps Cineol: „Ein sehr gutes Mittel bei beginnenden Kopf- und Gliederschmerzen!“

Wie anwenden? Das Öl der „Duftpflanze des Jahres 2020“ (gekürt von der Vereinigung für Aromapflege und gewerblichen AromapraktikerInnen) hilft auf viele Arten. Besonders belebend ist laut Ingrid Karner die Aromadusche (siehe rechts unten).

Bitte Achtung: Asthmatiker, Menschen mit spastischen Atemwegserkrankungen und hohem Blutdruck sollten auf diese Art der Anwendung verzichten.

Eine Aromadusche weckt die Lebensgeister. Expertin Ingrid Karner empfiehlt: „Sechs bis zehn Tropfen Rosmarinöl ct. Cineol nach der Dusche auf der noch nassen Haut verteilen. Die Stoffe ziehen sofort ein, da die Poren weit offen sind. Wärme und Feuchtigkeit verstärken die Wirkung. Lieber nicht abends anwenden!“

Zitroneneukalyptus stärkt mild

Wogegen hilft’s? Das zitronigfrische Öl riecht und tut extrem gut – und das bei diversen Erkältungskrankheiten. Es wirkt entzündungshemmend, antiviral und antiallergisch. Dank seiner Milde ist es bei Kindern beliebt, Wickel über Nacht wirken oft Wunder.
Worauf achten? Bitte Vorsicht bei empfindlicher Haut in Verbindung mit warmem Wasser (z.B. als Aromabad). 
Wie anwenden? Am besten per selbst befülltem Riechstift: „Das Vlies beträufeln, bei Bedarf an die Nase halten, riechen, genießen.“ Punktuell aufgetragen wirkt Zitroneneukalyptusöl auch gegen Warzen. 

Thymian lässt dich durchatmen

Wogegen hilft’s? Thymian des Chemotyps Linalool wirkt auf Atemwege und Bronchien, lindert Entzündungen, löst Schleim und unterstützt den Körper im Kampf gegen Erreger.
Worauf achten? Geruch (kräuterartig, blumig oder würzig) und Wirkung variieren bei Thymianöl besonders stark je nach Herkunft der Pflanze! Der Chemotyp (ct.) Linalool wirkt gut bei Erkältung, Husten, Ohrenschmerzen und Stirnhöhlenentzündung. 
Wie anwenden? Ingrid Karners Power-Drink: „Zwei Tropfen Thymianöl ct. Linalool auf einen Löffel Honig träufeln und in einem Glas mit warmem Wasser verrühren.“ 

Mehr Infos: aromainfo-datenbank.com

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