Sauna: Kann man sich gesund schwitzen?

Sauna ist super, vor allem im Winter. Aber was bringt es eigentlich? Ist sie wirklich so gesund?

In die Sauna gehen längst nicht mehr nur die Finnen. Auch immer mehr Menschen hierzulande schätzen das heiß-kalte Vergnügen und die Aufgüsse mit wohlriechenden Ölen. Es gibt hierzulande sogar Sauna-Trends. Aber ist Sauna gesund, was bringt es uns konkret?

Sauna gesund: So geht es

Vor dem Saunagang gilt es, nicht zu viel zu essen. Eine leichte Mahlzeit ist optimal, zum Beispiel Joghurt mit Früchten oder ein Salat. Schwere Mahlzeiten belasten den Körper unnötig. Vorher gar nichts essen ist aber auch tabu: Dann droht ein Kreislaufkollaps in der Saunakabine.

Üblicherweise dauert ein Sauangang zwischen 8 und 15 Minuten. Ein Aufguss ist optional. Er kann sich positiv auf die Schleimhäute auswirken, schwächt aber die sonstige Gesundheitswirkung des Saunierens nicht ab. Üblicherweise wird nach dem Saunagang abgekühlt – an der frischen Luft und mit kaltem Wasser. Danach wird geruht – in etwa so lang wie der Saunagang gedauert hat. Und dann geht es wieder von vorne los: Saunieren, abkühlen, ruhen. Üblich sind zwei bis drei Wiederholungen.

Wichtig nach dem Saunieren: ausreichend trinken. Während des Saunabesuchs verliert der Körper durch das Schwitzen etwa einen halben Liter Flüssigkeit.

Wann ein Saunagang nicht empfehlenswert ist:

  • Während einer Erkältung
  • Bei frischen Wunden
  • Nach einem Herzinfarkt
  • Bei einer Venenthrombose
  • Bei Herzrhythmusstörungen oder einer Herzschwäche
  • Während des ersten Trimesters einer Schwangerschaft
  • Für Kinder unter drei Jahren

Ist Sauna gesund? Ja, denn regelmäßige Saunagänge können:

1. Die Immunabwehr stärken

Die Temperatur auf der Haut steigt in der Sauna in kurzer Zeit um etwa zehn Grad an, im Körper immerhin um etwa zwei Grad. Sauna ist also gesund, weil sie eine Art künstliches Fieber erzeugt. Das sorgt dafür, dass unser Immunsystem Abwehrstoffe bildet – Erreger haben keine Chance mehr. Die hohe Luftfeuchtigkeit befeuchtet zudem unsere Schleimhäute und verbessert deren Durchblutung.

2. Das Hautbild verbessern

Durch die Hitze in der Sauna weiten sich die Blutgefäße, die Haut wird besser durchblutet. Die Kälte danach sorgt dafür, dass sich die Gefäße wieder zusammenziehen. Insgesamt werden die Gefäße dadurch trainiert. Die Durchblutung steigt, der Schutzmantel der Haut wird gestärkt. Die Folge: Rosige, straffe und gleichzeitig elastische Haut. Auch bei manchen Hautkrankheiten können Saunabesuche Linderung verschaffen. Dazu zählen Neurodermitis, Akne und Schuppenflechte.

3. Kreislauf und Stoffwechsel anregen

Den Wechsel von heiß und kalt kennst du vom Wechselduschen. Auch in der Sauna starten wir mit „heiß“ und enden mit „kalt“. Das soll eine positive Wirkung auf das vegetative Nervensystem haben und den Kreislauf anregen. Zudem kurbelt Saunieren den Stoffwechsel an.

4. Die Muskeln entspannen

Nach dem Sport tut ein Saunagang oder ein warmes Vollbad gleich doppelt gut. Der Grund: Durch die Wärme von außen entspannen sich die Muskeln. Auch Menschen mit Asthma profitieren davon, dass sich die verkrampfte Atemmuskulatur entspannt. Hast du Asthma, sprich aber bitte vor dem Saunieren mit deinem behandelnden Arzt bzw. Ärztin, ob Sauna für dich gesund ist.

5. Das Wohlbefinden steigern

Sauna tut einfach gut und ist gesund – und es macht uns glücklicher. Das zumindest behaupten Studien, denn Forscher fanden heraus: Regelmäßige Saunagänge regen die Produktion von Endorphinen und Serotonin an – Saunieren kann also sogar unsere Laune verbessern.

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