Wie Kinder sich beim Playdate wohlfühlen

Früher gingen Kinder einfach vor die Tür, wenn sie spielen wollten. Heute vereinbaren Eltern ein Playdate. Kann das gut gehen?

Das Baby ist da, die Nächte sind kurz und die kinderlosen Freunde machen sich rar: Jungeltern fühlen sich mitunter wie in einer Blase, in der sich alles nur um den Nachwuchs dreht – und man bis auf Babyworte nicht viel spricht. Vielleicht deshalb haben sich schon für sehr junge Kinder sogenannte Playdates etabliert. Also Treffen, die meist Mütter untereinander ausmachen, damit ihre Kinder miteinander spielen (Und Eltern endlich einmal wieder mit Erwachsenen zu tun haben …).

Wie sieht ein gelungenes Playdate für Kinder aus? 

Für ein erfolgreiches Zusammentreffen gib es verschiedene Faktoren, die beachtet werden sollen.

  • Babys und Kinder unter drei Jahren reicht ganz wenig, um ins Spielen zu kommen – im Grunde bräuchten sie dafür nicht einmal einen Buddy. Wenn Eltern ein Playdate vereinbaren, am besten nur mit einem anderen (Klein-)Kind. Alles andere kann für alle sonst leicht in Stress ausarten.
  • Kinder sollen soziale Kompetenzen erlernen, klar. Ob das in einem Playdate mit anderen Minis passiert? Eher nein. Erst ab drei Jahren beginnen Kinder, wirklich miteinander zu spielen. Und das lernen sie überall und täglich: in der Familie mit den Geschwistern, mit Wildfremden auf dem Spielplatz oder mit den Nachbarskindern, in ihrer Gruppe im Kindergarten … Auch auf einem Playdate, nur kann es sein, dass sie in der begrenzten Zeit sich an dem einen Tag ausgerechnet in die Haare kriegen. Also am besten nicht zu viel von einem Date mit dem Play-Buddy erwarten.
  • Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend für gute, ausgeruhte Stimmung beim Spielen – und da hat jede Familie ihren individuellen Rhythmus. Deshalb ist es nötig, den zeitlichen Rahmen vorab gut zu besprechen. Meist ist der Nachwuchs vormittags noch nicht so ausgelastet und ein Playdate am Morgen bietet sich deshalb sehr gut an. Wenn gerade nicht der Kindergarten am Programm steht.
  • Beim Spielen sollten sich Mama und Papa grundsätzlich eher raushalten und nur eingreifen, wenn Hilfe notwendig ist – das kommt selbstverständlich auch auf das Alter der Kids an. Kinder können sich gut alleine beschäftigen.
  • Heißer Tipp: Lieblingsspielzeuge, die nicht gerne hergegeben werden, zu Hause zu lassen. Denn: Kleinkindern können noch nicht teilen! Und sie verstehen auch noch nicht das gute Zureden der Erwachsene, warum sie die Schaufel/das Auto/die Puppe unbedingt an ihren Buddy ausleihen sollen. Es hilft, sich in das Denken von Kleinkindern im Alter zwischen 18 Monaten und drei Jahren hineinzuversetzen. Für sie ist ihr Besitz, ist ihr Spielzeug ein Teil von sich. Quasi wie ein Körperteil. Klar, dass man den nie ohne Protest jemand anderem geben würde!
  • Einfache Materialien, die man in der Natur findet, Papierreste oder Weinstoppel und anderes aus dem Haushalt reichen den Allerkleinsten oftmals, um (gemeinsam) kreativ zu werden und eine gute Zeit zu verbringen.
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