Familienforschung für Einsteiger in 6 Schritten

„Der Ahnenforscher“ Johann Hammer erklärt in sechs Schritten, wie die Suche nach der vergangenen Familie zum Erfolgstrip wird.

Vom Sammeln und Strukturieren bis zum Austausch
mit Gleichgesinnten – so gelingt es Schritt-für-Schritt, Familienforschung zu betreiben.

1. Die Suche beginnt immer im persönlichen Umfeld

Sprich mit noch lebenden Verwandten, bohre nach, gib dich nicht (immer) mit der angenehmsten „Wahrheit“ zufrieden. Alle Dokumente und Urkunden sollten gesammelt, fotografiert und elektronisch oder auf Papier archiviert werden! Der Experte Johann Hammer rät: „Notiere alle Quellen, die Infos ausgespuckt haben, um schnell wieder darauf zurückgreifen zu können. Denn oft vergehen Monate, bis an der Ahnentafel weitergearbeitet werden kann.“ Außerdem wichtig: Ein Link ist keine Quelle. Eine URL kann sich ändern, der Eintrag eines Kirchenbuches (Ort, Art, Buch, Seite) nicht.

2. Information braucht Struktur

Dafür bietet sich etwa eine ausfüllbare Ahnentafel (z. B. das System von Kekulé) oder ein passendes Genealogieprogramm an (z. B. „Family Tree Maker“, „Ages“).

3. Dokumente besorgen

Liegen die Geburts- oder Heiratsdaten der Vorfahren noch innerhalb der Sperrfrist des Personenstandsgesetzes (100 Jahre für Geburten, 75 Jahre für Trauungen, 30 Jahre für Sterbefälle), sind sie online nicht zugänglich. Dann musst du die Dokumente beim zuständigen Standes- oder Pfarramt anfordern.

4. Kannst du Kurrentschrift lesen?

Mit ihr wird jeder Ahnenforscher konfrontiert – online gibt es Kurse!

5. Familienforschung richtig starten

Der klassische Ablauf beginnt immer mit dem ältesten bekannten (und z. B. durch Urkunden belegten) Ereignis. Also etwa wann und wo ein bestimmter Vorfahre geboren wurde. Der Eintrag im entsprechenden Kirchenbuch verrät dann, wann und wo die Eltern des Kindes geheiratet haben. Der Eintrag im Trauungsbuch liefert wiederum die Info, wann und wo die Braut und der Bräutigam geboren wurden. So lässt sich die Suche Generation für Generation fortsetzen.

6. Hilfe holen, wenn es hakt!

Johannes Hammer: „Die Community ist mittlerweile sehr groß: Es gibt Facebookgruppen, Genealogenstammtische und natürlich professionelle Ahnenforscher.“

Noch mehr zum Thema Familienforschung findest du auf der Seite: derahnenforscher.at

Hier findest du unseren Artikel Ahnenforschung: So lebt die Familie in uns weiter

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