Fühlst du mit mir? Was empathisch sein ausmacht

Du willst deine Stärke, empathisch zu sein, noch ausbauen? Dann kommt es auf zwei Dinge an.

Empathisch zu sein ist eine große Leistung. Als Kindern lernen wir es ab dem späteren Kleinkindalter – vorher zählen ganz egoistisch nur die eigenen Wünsche. Mit vier Jahren dann sind die Spiegelneurone entwickelt, und erst sie ermöglichen es uns Menschen, uns in andere hineinzuversetzen und deren Gefühle, Gedanken, Motive und ihr Verhalten und ihre Persönlichkeitsmerkmale zu verstehen.

Alle Menschen haben Gefühle. Egal woher sie kommen oder in welcher Lebenslage sie sich befinden. Deshalb spielen Menschlichkeit und Mitgefühl immer eine bedeutende Rolle – in unserer Kommunikation, aber auch im Umgang miteinander. Wenn alle Menschen mehr auf ihre eigenen Gefühle und die unserer Mitmenschen achten, gibt es weniger Spannungen. Bist du bereit für mehr Empathie?

Empathisch sein: 3 Fragen und Antworten

Ist Empathie erlernbar?

Die Fähigkeit empathisch zu sein, ist zu einem Teil Veranlagung und zum anderen Teil erlernbar sowie von Umweltfaktoren beeinflusst. Das bedeutet: Jeder kann diese Fähigkeit ausbauen. Klar, wenn eine Person weint, kannst du davon ausgehen, dass sie traurig ist. Es gibt jedoch komplizierte Impulse, die etwas mehr empathisches Feingefühl verlangen. Um empathischer zu werden, gibt es wichtige Voraussetzungen: Beobachten und Zuhören! Versuche dich in andere Menschen und ihre Gefühlswelt hineinzuversetzen, wenn du dir ihr Verhalten anschaust. Höre ihnen gut zu, stelle dabei Fragen statt gleich mit deinen eigenen guten Ratschlägen zu kommen. Schließlich willst du dein Gegenüber versuchen zu verstehen und es nicht belehren.

Wie werde ich empathischer?

Das Leben besteht aus Reaktionen und Gegenreaktionen. Mitgefühl ist nicht nur im kleinen, sondern auch im großen Rahmen wichtig – ob daheim in der Familie, im Freundeskreis, im professionellen oder politischen Raum. Lernst du dich in andere hineinzufühlen, gibt dir das Aufschluss über dein Gegenüber, über dich selbst – und über die Stimmung in einem Gespräch. Das ist hilfreich zum Beispiel in Situationen, wo es um Entscheidungen geht. Aber auch, wenn du andere Menschen unterstützen willst, geht das leichter, wenn du dich gut in sie hineinversetzen kannst.

Wenn du gerade dabei bist, deine Empathie zu verbessern, dann lasse das deine Mitmenschen wissen: Du kannst als Vorbild wirken, indem du deine Gefühle kommunizierst und hinterfragst. Besonders Kinder profitieren von diesem Verhalten, da sie dich imitieren.

Warum muss ich zuerst mir gegenüber empathisch sein?

Du kannst erst dann das Glas anderer füllen, wenn dein eigenes voll ist. In diesem Sinne, ist es bedeutsam zuerst dir selbst Mitgefühl zu schenken, bevor du dich anderen Menschen widmest. Selbstmitgefühl hat dabei nichts mit Selbstmitleid zu tun. Genauso wenig wie Mitgefühl etwas mit Mitleid zu tun hat. Es geht darum, auch in schwierigen Zeiten liebevoll und wohlwollend mit dir umzugehen. Mediationen können dir dabei helfen, deine Grundlage für Empathie zu entwickeln. Geht es dir gut und kannst du dich bewusst mit deinen Emotionen befassen, wird es dir leichter fallen, (noch) besser auf die Gefühle anderer Menschen zu achten.

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