Astrid Wecht

3 Tipps, wie du für innere Balance sorgst

Im stressigen Alltag sind wir meist durchgehend angespannt – körperlich und geistig. Finden wir ein Gleichgewicht zwischen Anspannung und Loslassen, kommen wir leichter durch den Tag.
9765 innere balance gustavo torres vXLrF84GIUU unsplash
Foto Credit: Gustavo Torres/Unsplash

Momentaufnahme:
Wie weit hochgezogen sind deine Schultern gerade?
Sind deine Atemzüge kurz oder lang?
Wie laut ist es gerade in deinem Kopf?

Wie laut ist es gerade in deinem Kopf?

Und wie oft am Tag schenkst du dir Zeit für so einen Kurzcheck? Wenn wir regelmäßig Pause aus dem Vollgasmodus machen, dürfen sich Körper und Geist erholen. Wir gleichen die Anspannung mit bewusstem Loslassen aus. Unser System findet dadurch wieder innere Balance. Wir gleiten mit mehr Leichtigkeit durch den Tag.

Wenn wir regelmäßig Pause aus dem Vollgasmodus machen, dürfen sich Körper und Geist erholen.

Der Balance-Check

  • Nimm deinen Körper ganz bewusst wahr.
  • Bodyscan: Wandere geistig von der Zehenspitze bis zum Scheitel durch deinen Körper. Spüre ganz bewusst, in welchen Körperteilen du Anspannung abgeben kannst.
  • Mit jeder Ausatmung lässt du sanft die Anspannung los
    (5 bis 10 Atemzüge).

Wenn du diese Übung regelmäßig machst, kommt auch dein Geist zur Ruhe. Im Grunde ist es eine einfache Sache. Und wie bringen wir sie in unserem Alltag unter?

Spüre ganz bewusst, in welchen Körperteilen du Anspannung abgeben kannst.

Die erste Hürde dazu ist meist, dass wir auf den Check vergessen – weil wir ja im Stress sind.
Und selbst wenn wir daran denken, glauben wir, dass wir eigentlich keine Zeit dafür zu haben – weil wir ja im Stress sind.
Und wenn wir dann tatsächlich zwischendurch entspannen wollen, gelingt es nicht – weil wir ja im Stress sind.

3 „Tricks“ für geistige Ruhepausen im Alltag

1. Fixe Slots einplanen

Trage dir ein 15-Minuten-Date-mit-dir-selbst im Kalender ein, inklusive Erinnerungsfunktion. Das hilft dir, den Balance-Check nicht zu vergessen. Am besten täglich, immer zur gleichen Zeit. So wird es im Laufe der Zeit zur Tagesroutine.

Trage dir ein 15-Minuten-Date-mit-dir-selbst im Kalender ein, inklusive Erinnerungsfunktion.

Ein guter Zeitpunkt dafür ist beispielsweise vor dem Arbeitsbeginn:

  • Ganz bewusst am Arbeitsplatz ankommen, Body scannen und Anspannungen loslassen.
  • Mit jeder Ausatmung ein bisschen mehr.
  • Schenk dir fünf bis zehn Atemzüge, und du wirst entspannt und mit ruhigem, klarem Geist deine Arbeit beginnen.

2. Keine Zeit? Dann erst recht!

Die Verlockung ist groß, den fixierten Slot aufgrund von zu vielen Terminen und unerledigten Aufgaben zu canceln. Das bedeutet dann aber auch: weiter mit Vollgas – egal, wie viele Reserven noch da sind.
Unser Denken geht in die Richtung: Wozu pausieren und innere Balance finden? Es geht ja auch so. Bis zu dem Zeitpunkt, wo wir eine unfreiwillige Pause machen müssen, weil Körper und Geist zusammenbrechen. Das klingt vielleicht übertrieben. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass das schneller passieren kann, als man glaubt.

Schenk dir mindestens zehn Atemzüge, um wieder in innere Balance zu kommen.

Sobald der Satz „Ich hab keine Zeit dafür“ aufpoppt, ist es in Wahrheit höchste Zeit, um innezuhalten: Schenk dir mindestens zehn Atemzüge, um wieder in deine innere Balance zu finden.

3. Liebevolles Verständnis für sich entwickeln

Der Wille ist da. Du startest mit dem Bodycheck und schaffst es einfach nicht, dich zu entspannen. Vielleicht stresst es dich sogar, dass du dich eigentlich entspannen solltest. In solchen Situationen empfehle ich:

  • Akzeptiere, dass es dich stresst (ohne es zu analysieren). Das darf sein. Schenk dir ein Lächeln.
  • Bleib im liebevollen Verständnis mit dir selbst und beobachte, wie sich der Stress gerade anfühlt. Wo spürst du ihn am intensivsten?
  • Bleib mit deiner Aufmerksamkeit bei dieser Stelle. Und mit jeder Ausatmung darf dieses unangenehme Gefühl den Körper verlassen.
  • Bei Bedarf verlängere sanft die Ausatmung. Ohne dir dabei Druck zu machen. Gib dir Zeit zum Entspannen. Du brauchst sie mehr denn je (siehe Punkt 2).

Bei regelmäßiger Praxis wirst du das Gefühl der wohltuenden inneren Balance nicht mehr missen wollen.

Klingt das interessant für dich? Dann nimm dir kleine Schritte für die Umsetzung vor. So fällt es leichter, mit Freude dranzubleiben. Bei regelmäßiger Praxis wirst du das Gefühl der wohltuenden inneren Balance nicht mehr missen wollen. Es wird zu einer lieb gewonnenen Gewohnheit in deinem Alltag werden.

'