Kennst du alle drei Arten zu lachen?

Es gibt jenes, das aus uns herausplatzt, aber auch ein verächtliches. Und dann noch …
von red

von Martina Bachler

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Bild: Tina Herzl

Schon seit Aristoteles im antiken Griechenland des 4. Jahrhunderts vor Christus beschäftigt das Lachen die Philosophen. Aber wenige so umfassend wie den Deutschen Lenz Prütting.

Der heute 79-jährige Theaterwissenschaftler und Philosoph wollte eigentlich nur einen Essay über das Wesen der Komik schreiben. Als Theaterdramaturg wollte er wissen, wie Pointen funktionieren, mit welchen Tricks man das Publikum zum Lachen bringt. Am Ende forschte er zehn Jahre am Thema und verfasste ein knapp 2.000 Seiten starkes Standardwerk. Es heißt „Homo ridens“ („Der lachende Mensch“) und ist überhaupt nicht lustig.

Dafür listet er die vielen Rituale auf, die wir Menschen rund ums Lachen entwickelt haben – und: Prütting hat dabei gleich drei Arten des Lachens ausgemacht:

1. Bekundungslachen

Das Bekundungslachen ist jenes, das aus uns herausplatzt. Das wir nicht kontrollieren können. Das von uns Besitz ergreift. Das uns gelegentlich schockiert und oft auch erschöpft – und uns den größten Lustgewinn verschafft. 

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Bild: Tina Herzl

2. Interaktionslachen

Das Interaktionslachen wiederum ist jenes Lachen, mit dem wir uns anderen Menschen bewusst zuwenden. Zuerst über den Blickkontakt, dann über ein Lachen, das zustimmend, aufmunternd, verächtlich oder abwertend sein kann. Ein Lachen, das Worte ersetzt. 

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Bild: Tina Herzl

3. Resonanzlachen

Das Resonanzlachen ist jenes Lachen, in das wir einstimmen, sobald andere lachen. Ja, Lachen steckt an. Und wir wollen angesteckt werden: Gruppen, in denen gelacht wird, ziehen uns magisch an. 

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Bild: Tina Herzl
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