Warum sich ein langer Atem nicht nur beim Laufen auszahlt

Das Leben ist kein Sprint. Sondern eher ein Marathon. Warum es nicht so leicht, aber durchaus machbar ist, einen langen Atem zu entwickeln. Ob auf der Strecke oder im Alltag.
von Beatrice Drach | 27. August 2019
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Bild: Getty Images

Läufer sieht man meist mit verklärtem Blick über die Alleen und durch die Wälder laufen. Sie kommen dir plaudernd in Gruppen entgegen oder fetzen mit Musik im Ohr alleine über den Asphalt. Verschwitzt mit diesem gewissen Glow in den Augen stehen sie dann bei Wettkämpfen an der Ziellinie und freuen sich des Lebens: denn der lange Atem des Trainings, der hat sich bezahlt gemacht. Denkst du dir manchmal: Hey, das will ich auch?

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Warum soll man eigentlich Ausdauersport betreiben?

Diese Frage bekomme ich als Lauftrainerin sehr oft gestellt. 

  • Neben den positiven Effekten auf das Gehirn (Durchblutungssteigerung sowie Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit),
  • des Immunsystems (Schutz vor Infekten),
  • sowie der Arbeit des Herzens (Blutdruck und Ruhepuls sinken, Herzschlagvolumen erhöht sich),
  • ist es unsere Atmung, die sehr vom Ausdauertraining profitiert. Durch regelmäßig betriebenen Ausdauersport wird sie ökonomischer und kräftiger.

Der lange Atem zum Erfolg

Das Training für Wettkämpfe hat so viele Analogien zum Leben und zu Zielen, die du dir setzt. Du brauchst einen realistischen Plan, eine Zeitvorgabe und den Willen zum Dranbleiben. Der sprichwörtlich lange Atem – genau den lernst du beim Training. Und ich kann dir aus jahrelanger Erfahrung versichern, diese Fähigkeit lohnt sich – im Alltag, im Beruf, im Privatleben. Es gibt so viele Situationen, in denen ich mir nun leichter tue beim Durchhalten. Einfach weil ich durch das Laufen weiß: Dranbleiben führt zur Ziellinie.

Verlasse deine Komfortzone

Laufen bedeutet, immer wieder einmal die eigene Komfortzone zu verlassen. Der Läufer stellt sich der Herausforderung und läuft bei JEDEM Wetter und manchmal auch eher ungünstigen äußeren Bedingungen. Und ja – zum Training gehören auch Intervalle, Hügelläufe und Stabilitätstraining. Und all das macht nicht immer nur Spaß.

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Bild: JoĂŁo Ferreira/Unsplash

Was du dabei für dein Leben lernst, ist das Verlassen der sehr persönlichen Komfortzone. Du hast dein Ziel vor Augen und dafür motivierst du dich jeden Tag aufs Neue. Du lernst, dass du viel mehr kannst, und dein Körper wesentlich ausdauernder ist, als du denkst.

Als Läuferin kann ich dir aber versichern: Das alles lohnt sich, fĂĽr diese abertausend GlĂĽckshormone, die dich beim Zieleinlauf durchfluten. Ob im Leben oder auf der Strecke. Denn: Ganz egal fĂĽr welche Distanz du trainierst: Du wirst es nicht bereuen. Keep on running.

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