Kawina und Kacheata Eath

Was bringen Animal Movements?

Man sieht sie immer öfter im Fitnessklub: Menschen, die seltsame akrobatische Übungen am Boden machen und wie Halbaffen durch das Gym hüpfen. Was dahinter steckt.
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Bild: Getty Images

Wenn unsere Kinder wie Mogli aus dem „Dschungelbuch” auf allen Vieren krabbeln, sieht das wie selbstverständlich aus. Doch ist euch schon einmal aufgefallen, wie anstrengend diese Übung für uns Große ist?

Mit Übungen, die Tierbewegungen nachempfunden sind, den sogenannten „Animal Movements”, sollen zunächst Hemmungen abgebaut werden, sich am Boden zu bewegen. Der positive Nebeneffekt: Kraftausdauer und Körperspannung werden trainiert und vor allem die Gelenke stark mobilisiert.

Viele dieser Übungen, die sich für uns komisch anfühlen, sind in anderen Kulturen etwas ganz Alltägliches – das Speisen auf dem Boden zum Beispiel. Kawinas Bruder hält das keine 10 Minuten lang entspannt durch. Wenn er danach aufstehen muss, sieht es aus, als ob er um 30 Jahre gealtert ist. So verrostet kann man sein.

Mit einer stark eingeschränkten Hüfte wird das Aufstehen vom Boden eben eine riesige Herausforderung. „Animal Movements” könnten ihm dabei helfen, dass Bewegungen am Boden innerhalb seiner Komfort-Zone bleiben.

Seltsam, aber wirksam: Die tiefe Hocke

Wer es gerne ausprobieren möchte, kann damit beginnen, die tiefe Hocken zu trainieren. Geh dazu immer wieder in diese Position und verbleibe dort. Das wird anfangs sehr anstrengend sein, da du es nicht mehr gewohnt bist. Dabei ist die tiefe Hocke eine uns angeborene und damit natürliche Sitz- und Ruheposition, die sehr entspannend sein kann. Auch für den Rücken ist diese animalische Übung eine wunderbare Dehn- und Entspannungsübung – vor allem, wenn du Schmerzen hast.

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