Was E-Bike-Fahren wirklich ist – und was nicht

Größere Reichweite, größere Touren, mehr Erlebnisse: Ein ZweiRad-Profi über die Vorteile des E-Bikes.
E-Biken
Bild: Dimitrii Vaccinium/Unsplash

Egal ob e-motorisierte Fullys (so wird ein Mountainbike mit Front-Federgabel und gefedertem Hinterbau fürs schwere Gelände genannt) oder leichte Rennräder mit Antrieb: E-Bikes werden leichter, besser, hübscher und vielseitiger. Und das freut Rad-Guru Michael Knoll, Inhaber von „Star Bike“ im Nordbahnviertel Wiens besonders.

Vor mittlerweile drei Jahren hat er seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und nützt auch jede freie Minute um die neusten Bikes zu testen: „Für mich ist ein E-Bike die Möglichkeit, mehr aus meiner eingeschränkten Zeit zu machen. Als Sportgerät kann ich in derselben Zeit, in der ich aufgrund meiner Fitness sagen wir 20 Kilometer mit dem MTB (Mountainbike) hinter mich bringen würde, die Distanz verdoppeln oder sogar mehr.“

E-Biking ist eigentlich ein neuer Sport

Michael Knoll
Bild: Michael Knoll/ Starbike Gmbh 2020

„E-Biken ist streng genommen ein neuer Sport“, meint der Experte: „Auch im Alltag ist ein E-Bike sehr praktisch. Man kommt flott durch die Stadt und muss sich dabei aber weniger anstrengen als bei der Fahrt mit einem nicht motorisierten Rad. Wenn man öfter zu Terminen flitzt, kommt man nicht schweißgebadet an – was wohl für alle Beteiligten angenehm ist!“

Ein E-Bike bietet die Möglichkeit, mehr aus der eingeschränkten Zeit zu machen, mehr zu erleben, mehr zu entdecken.

Michael Knoll

4 klassische Mythen rund ums Thema E-Bike

„E-Bikes sind für Faule
Oranges E-Bike lehnt an einem Baum im Wald
Bild: Starbike Gmbh 2020

Es gibt viele unterschiedliche E-Bikes, für unterschiedliche Ansprüche. Als Sportgerät ist es definitiv nicht nur etwas für Faule oder Ältere. Ganz im Gegenteil, es können auch Fitte von der vergrößerten Reichweite profitieren und sowohl im Gelände, als auch auf der Straße Touren fahren, die unmotorisiert kaum möglich wären.

„Man verbrennt kaum Kalorien

Ist völliger Schmafu. Schon klar: Wenn man im Turbo-Modus gemütlich herumcruist, wird nicht viel passieren, aber E-Bikes sind Sportgeräte, auf denen man hervorragend Fitness aufbauen und problemlos Kalorien verbrennen kann. Als Trainingsgerät hat es sogar den Vorteil, dass die meisten sinnvoller Grundlagenausdauer trainieren können. Weil sie normalerweise beim Bergauffahren, ohne E-Bike, eine zu hohe Belastung fahren müssten.

„E-Bikes sind schwer“

Die neueste Generation an E-Bikes ist von außen oft nicht mehr als E-Bike erkennbar und das Rad entsprechend leicht. Motorisierte Rennräder sind mittlerweile ca. zwölf Kilogramm schwer, das ist mehr als ein vergleichbares Rennrad wiegt, aber definitiv nicht schwer. E-Citybikes wiegen teilweise nur zwei Kilogramm mehr als die analogen, auch da ist das „Gewichtsvorurteil“ nicht ausschlaggebend.

„Die Wartung ist mühsam

So wie um jedes andere technische Gerät sollte man sich auch ums E-Bike kümmern. Aber da unterscheidet es sich auch nicht von einem „normalen“ Fahrrad. Die Antriebe sind mittlerweile teilweise zehn Jahre am Markt und entsprechend erprobt, ein E-Bike ist also eine Investition für eine lange Zeit.

Also: Was ist dran am E-Biken?

  1. Größere Reichweite, größere Touren, mehr Erlebnisse.
  2. Der größte Vorteil liegt auf der Hand: E-Bike fahren ist – on demand – weniger anstrengend. Auch ohne Muskelkraft kann man damit Gas geben. Das bedeutet: Fahrspaß pur!
  3. Mehr Gepäck möglich, zum Beispiel die Laptop-Tasche – und zum Termin kommt man auch, ohne sich voll zu schwitzen.
  4. Motivation: Mit einem E-Bike hat man die Garantie, gewisse Distanzen oder Steigungen zu überwinden, die mit dem
    Fahrrad nicht so leicht zu meistern wären.
  5. Auch für Kurzstrecken, wie den Arbeitsweg durch die Stadt geeignet. Eine umweltfreundliche, kostengünstige Alternative zum Auto!

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