Fieberblasen: Das hilft wirklich bei Herpes

Fieberblasen: Wir haben einen Experten gefragt, was bei Herpes an der Lippe wirklich hilft.

Juckende, brennende Haut, dann unschöne, nässende Bläschen – Herpes bzw. Fieberblasen an den Lippen ist nicht gefährlich, aber lästig. Betroffene leiden ein Leben lang darunter. Wir haben den Wiener Dermatologen Dr. Johannes Bisschoff gefragt, wie Herpes entsteht und was Betroffene mit Fieberblasen an der Lippe tun können.

Herpes an der Lippe: Was tun bei Fieberblasen?

Fieberblasen an der Lippe: Wie infiziert man sich mit dem Herpes-Virus?

„Die Erstinfektion erfolgt meist in den ersten Lebensjahren“, sagt Dermatologe Bisschoff. Übertragen werden die Viren dabei durch engen Körperkontakt, zum Beispiel beim Küssen, durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion sowie bei der Geburt, später auch durch Sex. Haben wir uns einmal infiziert, kann das Virus immer wieder reaktiviert werden.

Wodurch wird Herpes an der Lippe ausgelöst?

„Ein erneutes Fieberblasen-Schub kann durch Stress, ein geschwächtes Immunsystem oder UV-Strahlung ausgelöst werden“, sagt Bisschoff. Betroffene erkennen eine Reaktivierung des Virus daran, dass die Lippe kribbelt und spannt. Schließlich entstehen Bläschen, die aufgehen und nach einer Weile wieder austrocknen. Es bildet sich dann Schorf, die Bläschen heilen ab.

Kann Herpes dauerhaft geheilt werden?

Leider nein. „Es gibt aber wirkungsvolle Medikamente, die Schübe abmildern und auch welche, die die Erkrankung unterdrücken können“, weiß Bisschoff. Mit der essenziellen Aminosäure Lysin kann beispielsweise die Reaktivierung von Herpes-Viren in manchen Fällen verhindert werden. Es ist aber nicht abschließend geklärt, ob genügend Lysin bei den Viren ankommt, bevor diese sich verbreiten. Käse, Eier und Kuhmilch sind reich an Lysin. Lysin gibt es außerdem in Kapselform.

Was hilft im Akutfall bei Fieberbläschen?

„Am besten helfen virushemmende Aciclovirsalben“, sagt Bisschoff. Alternativ können Betroffene auch zu Melissenbalsam greifen. Das ist ein prima Hausmittel bei Lippenherpes. Es gibt aber noch mehr Hausmittelchen, die die Ausbreitung der Herpes-Viren hemmen oder die Dauer der Erkrankung verkürzen können.

Herpes an der Lippe: Welche Hausmittel helfen?

Es gibt verschiedene Hausmittel, die im Akutfall eingesetzt werden können. Man kann die betroffenen Bereiche zum Beispiel mit Eis kühlen. „Auch Zinksalbe kann helfen, sie schützt die Haut.“ Honig dagegen hat antientzündliche Eigenschaften und kann die Bläschen austrocknen. Das Bienenprodukt verschließt die Wunden aber nur kurzzeitig. Ausgekochte Schwarzteebeutel auf die Stelle legen ist auch eine bewährte Methode. Schwarzer Tee enthält besonders viel Tannin. Dieses wirkt antiviral und antibakteriell.

Auch Knoblauch kann helfen, denn er wirkt antiviral und desinfizierend. Hierfür den Knoblauch klein schneiden, auf die betroffenen Hautstellen legen und etwa 15 Minuten einwirken lassen. Aber Obacht: Bitte nicht zu oft oder zu viele Hausmittel auf einmal verwenden. „Sonst kann die Behandlung die Haut reizen.“

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