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Die Augen brennen, die Nase läuft und auch die Atemwege machen dir zu schaffen? Das passiert vor allem morgens, wenn du dich am liebsten noch einmal im Bett umdrehen möchtest? Gut möglich, dass winzig kleine Lebewesen daran nicht ganz unschuldig sind. Größer als 0,5 mm werden besagte Spinnentierchen nicht: Die Rede ist von der Hausstaubmilbe: Bei vielen Menschen löst sie eine Allergie mit besagten Symptomen aus.

Die kleinen Milben mögen es warm und feucht und ernähren sich mit Vorliebe von menschlichen Hautschuppen. Kein Wunder, dass es sich der Großteil der gefräßigen Tierchen als ungebetene Gäste in unserem Bett gemütlich macht. Vor allem in Kopfkissen und Matratze fühlen sie sich pudelwohl. Verbringen wir die Nacht an ihrer Seite, zeigen sich die Symptome der Hausstaubmilben-Allergie tags darauf hautnah.

Kot löst Hausstaubmilben-Allergie aus

Übrigens ist nicht die Milbe selbst der Übeltäter. Vielmehr kommt es wegen ihrer Ausscheidungen zu allergischen Reaktion, genauer gesagt: die speziellen Eiweißverbindungen im Kot sind schuld. Weil die achtbeinigen Quälgeister feuchtwarme Witterung lieben, vermehren sie sich im Frühjahr und Herbst oft schlagartig. Und deshalb erleben Betroffene ihre Hausstaubmilben-Allergie meist im Frühjahr und Herbst als besonders lästig. Hilflos ausgeliefert bist du den Spinnentierchen aber nicht. Denn es gibt Möglichkeiten, wie du es den kleinen Plagen richtig unbequem machen kannst.

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Was tun bei Hausstaubmilben-Allergie?

Den Angriff gegen Hausstaubmilben startest du am besten in ihrer eigenen Komfortzone:  im Bett beziehungsweise in den Schlaf- und Wohnräumen generell. Genau dort sollen sich Milben nicht wohlfühlen können. Das lässt ihre Population schrumpfen und Allergiker endlich wieder richtig durchatmen.

1. Hausstaubmilben-Allergie: Kochwäsche hilft

Ziemlich sicher war die Erfindung der Waschmaschine ein schwarzer Tag im Leben der Hausstaubmilbe. Bei 60 Grad Celsius Waschtemperatur finden nämlich nicht nur die Tierchen selbst den sicheren Tod, auch die allergieauslösenden Eiweißbestandteile im Kot können uns dann nicht mehr gefährlich werden. Gerade bei einer Hausstaubmilben-Allergie lohnt es sich, Bettwäsche sowie den Bezug der Matratze wöchentlich zu wechseln. Am besten wählst du Überzüge, die du bei hohen Temperaturen waschen kannst.

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2. Weg mit den Staubfängern

Je weniger Angriffsfläche wir der Hausstaubmilbe bieten, desto spärlicher fällt ihre Population aus. Es macht also Sinn, es ihnen so karg wie möglich einzurichten. Nicht nur das regelmäßige Wechseln der Bettwäsche ist ein kluger Schachzug, auch Stofftiere oder Kuschelkissen können Allergiker aus dem Schlafgemach verbannen, um weniger Populationsfläche für Milben zu bieten. Nachdem auch Polstermöbel, Vorhänge oder Teppiche den gefräßigen Tierchen als gemütliche Behausung dienen, ist es – zumindest im Schlafzimmer – eine gute Idee, möglichst darauf zu verzichten. Dasselbe gilt für klassische Staubfänger wie Bücher oder Porzellanfiguren. Klingt hart? Je nachdem, wie stark du unter deiner Allergie leidest, gilt es abzuwägen: zwischen Maßnahmen gegen Milben und dem Wohlfühlfaktor im Schlafzimmer.

3. Encasings machen es den Hausstaubmilben schwer

Für Hausstaubmilben-Allergiker bietet der Markt so einiges. Als besonders wirkungsvoll haben sich physische Barrieren in Form von speziellen Bezügen für Matratze und

Bettwäsche, sogenannte „Encasings“, erwiesen. Diese sind so dicht gewebt, dass sich die kleinen Spinnentierchen geschlagen geben müssen – sie schaffen es nicht, diese zu durchdringen. Qualität mag hier durchaus ihren Preis haben, doch es handelt sich um eine lohnende Investition, die freies Durchatmen ermöglicht. Wichtige Qualitätskriterien: Die Reißverschlüsse sollten zweifach abgedeckt sein und die Doppelnähte des Encasing innen liegen. So gibt es kein Durchdringen für Milben und ihre Hinterlassenschaften.

4. Auf richtige Klima setzen

Hausstaubmilben lieben eine feuchtwarme Umgebung und hohe Luftfeuchtigkeit. Dieses Wissen lässt sich nutzen, um ihnen den Garaus zu machen. Vor allem im Schlafzimmer ist es sinnvoll, die Raumtemperatur zu drosseln und regelmäßig stoßzulüften. Nachdem Luftbefeuchter und Zimmerpflanzen die Luftfeuchtigkeit in die Höhe treiben, sind diese in anderen Räumen besser aufgehoben. Mit einem Hygrometer behältst du die Luftfeuchtigkeit immer gut im Blick. Über 50 Prozent sollte diese nicht steigen.

Du kannst den lästigen Hausstaubmilben übrigens mit Leichtigkeit entfliehen: und zwar himmelwärts. Ab einer Seehöhe von 1.500 Metern atmet jeder Allergiker auf. Die Luft ist dem Plagegeistern dort oben einfach zu trocken.