Ich mag kein Yoga, deshalb mach ich jetzt Qigong

Der Selbstversuch: Qigong soll carpe diem- Redakteurin Maria Dorner dabei helfen, mit ihrem gelassenen Ich zarte Bande zu knüpfen.
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Bild: Philipp Schönauer

Ich habe Yoga probiert, ich habe Yoga sein lassen. Das ist viele Jahre her, und ich lebe gut mit dieser Entscheidung.

Daran hat sich auch nichts geändert, als mein Körper damit begonnen hat, dem Verstand etwas zu flüstern: lästige Rückenschmerzen, immer wieder Blasenentzündungen. Ich hab’s ignoriert, und irgendwann wurde aus dem unerhörten Mauscheln ein organisierter Aufstand: akuter Bandscheibenvorfall, Lähmungserscheinungen, Operation – sofort.

Eine klare Ansage.

Das ist jetzt genau ein Jahr her. Mir geht’s mittlerweile besser. Ich achte mehr auf meine Grenzen, betreibe konsequent Kraftaufbau. Den Schmerz hab ich so ganz gut im Griff. Schaut er trotzdem ungefragt vorbei, weiß ich meistens, wie ich ihn fortjagen kann. Ich weiß jedoch auch, dass ich mehr tun könnte. Nicht nur für meinen Körper, sondern vor allem für meine Seele. Denn die hat meinen Alltag nicht immer verkraftet und war, wie mir der Blick in der Rückspiegel heute zeigt, der eigentlicher Drahtzieher der Revolte.

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Bild: Philipp Schönauer

Der Start meiner Reise ist also eine fantastische Vision: Ich bringe den Schmerz dazu, an meinem mentalen Schutzschild zu zerbröseln. In meiner Lebensenergie zu ertrinken, vor meiner Gelassenheit zu erschaudern. Um dorthin (oder zumindest in die Nähe) zu kommen, muss ich zuerst aber die unaufgeregte Version meiner selbst finden. Keine leichte Mission. Aber ich will’s Schritt für Schritt versuchen.

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