9 Urlaubsziele für einen unvergesslichen Sommer in Österreich

Raften, Yoga am Berg, Safari am See, Goldwaschen und Wellnessen: Diese Reiseziele haben es in sich.
Wildwassersport im Ötztal

Tirol. Das Ötztal gilt als Europas Zentrum für Wildwassersportler. Die Imster Schlucht gehört zum meistbefahrenen Flussabschnitt des Kontinents, und auch auf der Ötztaler Ache finden Rafting-Fans ihren Nervenkitzel und technische Herausforderungen.

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Bild: Österreich Werbung/thecreatingclick.com

Ein Ziel nur für Profi-Paddler ist das Ötztal aber nicht – es gibt unzählige Gelegenheiten, an der Seite erfahrener Guides seine ersten Schritte (eher: Schläge) im Wildwasser zu wagen. Auch Kinder ab sechs Jahren können sich bereits ins nasse Vergnügen stützen.

Hier findet sich eine Auflistung von Rafting- und Adventure-Anbietern im Ötztal.

Wellnessen und Goldwaschen im Gasteinertal

Salzburg. Wo früher die Nostalgie der Belle-Époque über den Dächern lag, wird heute immer öfter der Sonnengruß praktiziert. Das Salzburger Gasteinertal entwickelt sich immer mehr zu einem Alpen-Hot-Spot der Kreativ- und Wellness-Szene. In Bad Gastein gibt es jede Menge hipper Lokale und Hotels mit Yoga-Angeboten. Im Zuge des sommer.frische.kunst-Festivals (ab 24. Juli) dreht sich im einstigen Kaiser-Kurort zudem alles um zeitgenössische Kunst.

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Bild: Gasteinertal Tourismus GmbH/Marktl

Auf dem sechstägigen Gastein Trail lässt sich hingegen echte hochalpine Wildnis erleben. Man wandert über blühende Almwiesen und aussichtsreiche Grate von Schmankerl-Hütte zu Schmankerl-Hütte. Auch auf den Spuren einstiger Goldgräber. Jahrhundertelang wurde im Gasteinertal das Tauerngold abgebaut, heute kann man z.B. noch am Bach des Angertals sein Glück beim Goldwaschen versuchen. An den wunderschönen Bockhartseen auf rund 2.000 m (5. Etappe des Gastein Trails) finden sich noch Bergbauspuren im freien Gelände.

Ausflug-Tipps: Montanmuseum Böckstein (hier werden Geschichte und Technik der Goldgewinnung veranschaulicht), Alpentherme GasteinGasteiner Badesee.

Klettern im Tal des stürzenden Wassers

Kärnten, Maltatal. Meistens düst man auf dem Weg Richtung Urlaub in Italien oder Kroatien an der Autobahn-Ausfahrt „Gmünd“ vorbei – ein Fehler! Wer hier abfährt, taucht bald in eine naturgewaltige Welt fernab aller Hektik ein.

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Bild: Kärnten Werbung/Franz Gerdl

Das touristisch noch wenig frequentierte Maltatal in Kärnten wird nicht umsonst „Tal des stürzenden Wassers“ genannt – der 220 m hohe Fallbach-Wasserfall hinter dem Ort Malta ist der wohl imposanteste. Am nähsten kommt man ihm auf dem spektakulären Fallbach-Klettersteig (D/E), Kinder haben vor allem im Wassererlebnispark ihren Spaß. Besonders viele Wasserfälle bekommt man auf der Tour Malteiner Wasserspiele zu sehen.

Das Maltatal ist auch ein absolutes Kletterer-Mekka: Man findet dort rund 30 Klettergärten, unzählige Felsbrocken zum Bouldern sowie Gneis- und Granitwände aller Grade zum Sportklettern.
Ambitionierte Bergwanderer finden im Nationalpark Hohe Tauern etliche Dreitausender, mit der 3.360 m hohen Hochalmspitze als Höhepunkt.

Essen: Fabelhafte Kärntner Kasnudeln gibt’s auf der Gmündner Hütte.
Ausflugtipp: Die Künstlerstadt Gmünd veranstaltet jedes Jahr ein vielfältiges Kulturprogramm und eine große Ausstellung in der Stadtturmgalerie.

Campen am Stausee in Ottenstein

Niederösterreich. Mit seinen verzweigten Seearmen wirkt der Stausee Ottenstein an manchen Stellen wie ein skandinavischer Fjord – dabei befindet er sich mitten im Waldviertel. Eingeweihte lieben seit jeher den besonderen „Sommer wie damals“-Charme des Gewässers, das in den 50er-Jahren als größter von drei Kampstauseen angelegt wurde.

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Bild: Waldviertel Tourismus

Zahlreiche Buchten und Liegewiesen (z.B. am Deckerspitz mit ausreichend Parkplätzen) laden zum erfrischenden Baden ein – doch das ist längst nicht alles: Beim Seerestaurant Ottenstein kann man sich Elektro-, Tret- oder Ruderboote ausleihen und damit schwer erreichbare Ufer-Plätzchen entdecken. Die vielen Felsen sind bei Klippenspringern beliebt, Angler wiederum können mit entsprechender Lizenz Hechte, Karpfen, Zander und Forellen fischen, die sich im Stausee tummeln. Im bewaldeten Umkreis des Stausees lässt es sich auch schön wandern.

Am Stausee Ottenstein gibt es zwei Campingplätze: Das Seecamping Ottenstein bietet in seiner Segel- und Surfschule Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene an. Noch ruhiger ist der Natur-Campingplatz Lichtenfels – er liegt auf einer Halbinsel am Fuße der Ruine Lichtenfels. Stromanschlüsse gibt es hier keine, dafür einen Badestrand und Beachvolleyplatz.

Ausflugsziele in der Umgebung: Stift Zwettl, Mohndorf ArmschlagWaldviertler Whisky-Erlebniswelt Haider.

Safari am Neusiedler See

Burgenland. Ein bisschen wie in der Serengeti kommt man sich im Seewinkel östlich des Neusiedler Sees vor – und wie in der afrikanischen Savanne lassen sich auch im Burgenland allerlei (Wild-)Tiere beobachten. Statt Zebras, Gazellen und Geparden sind es hier aber Ziesel, Graurinder und besonders viele Vögel (300 Arten), darunter der majestätische Seeadler. Im Steppentierpark Pamhagen gibt es sogar seltene Goldschakale.

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Bild: Österreich Werbung/Dietmar Denger

Neben den rund dreistündigen Exkursionen des Nationalparks Neusiedler See – Seewinkel bietet auch die St. Martins Therme bei Frauenkirchen ein vielfältiges Land-Rover-Safari-Programm an. In der Lodge samt eigenem Badeteich lässt es sich dort auch wunderbar urlauben – und das mitten in der Abgeschiedenheit des Nationalparks.

Wer zum Baden die Ufer des Neusiedler Sees – Europas größter Steppensee – bevorzugt, sollte es neben dem Klassiker Podersdorf mal mit Illmitz, Rust oder Breitenbrunn versuchen – auch dort gibt es schöne Seebäder mit Bootsverleih.

Besonders gut kommt man in der Region mit dem Fahrrad voran – wenn man möchte, sogar rund um den ganzen See (120 Kilometer) auf dem Neusiedler See Radweg – nur einer von 40 Radwegen. Für Stärkung und Erfrischung sorgen die vielen Heurigen zwischen Mörbisch und Illmitz. Überhaupt ist die Gegend ein Schlaraffenland für Genießer. Wer kulinarisch Außergewöhnliches sucht, sollte im Taubenkobel oder Gut Purbach einkehren. Eine der ersten Adressen in Sachen Wein ist Leo Hillingers Weingut in Jois, originell das junge Gut Oggau.

Tipp: Auch bergauf Wandern mit Ausblicken kann man am Neusiedler See – im Leithagebirge nämlich. An seinem Fuße liegt Eisenstadt mit dem sehenswerten Schloss Esterházy.

Viele freie Eintritte, Gratis-Nutzung der Öffis der Region und halben Preis bei Schiffsfahrten gibt es mit der Neusiedler See Card.

Wildfluss-Grillen am Lechweg

Vorarlberg. Der Lechweg beginnt dort, wo Österreich allmählich aufhört und vielleicht doch am schönsten ist. Im Winter ist das Vorarlberger Lechtal ein Skisport-Mekka – im Sommer hingegen kommen ruhesuchende Wanderer, um einem der letzten Wildflüsse der Alpen zu folgen. 125 abwechslungsreiche Kilometer von seiner Quelle bis zum „Lechfall“ im bayerischen Füssen.

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Lech Zürs Tourismus GmbH/Christoph Schöch

Losmarschiert wird am Formarinsee auf knapp 1.800 m (mit dem Wanderbus erreichbar, darüber thront die Freiburger Hütte) – 2015 wurde er vom Publikum der beliebten ORF-TV-Sendung „9 Plätze – 9 Schätze“ zum schönsten Platz Österreichs gewählt. Entlang der „L“-Markierungen geht es anschließend in 7 Tagesetappen durch prächtige Uferabschnitte, Almwiesen und an idyllischen kleinen Seen und Wasserfällen vorbei.

Freilich hat nicht jeder Lust, 125 Kilometer zu gehen. Beste Alternative: einen schönen Abschnitt des Wildflusses aufsuchen und den perfekten Sommertag am Ufer verbringen. Das Tolle am Lechweg: es gibt neun öffentliche Ufer-Grillplätze, ausgerüstet mit Tisch, Bänken und trockenem Holz – man muss nur das Grillgut und die Zünder mitnehmen.

Zur weltweit längsten Fußgänger-Hängebrücke in der Naturparkregion Reutte

Tirol. Bei Reutte in Tirol spannt sich 114 Meter über dem Tal die Highline179 mehr als 400 Meter von der Burgruine Ehrenberg hinüber zum Fort Claudia – damit steht sie als weltweit längste Fußgänger-Hängebrücke im Tibet-Stil sogar im Guinness Buch der Rekorde.

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Bild: Tirol Werbung

Nach dem aussichtsreichen Nervenkitzel empfiehlt sich eine Besichtigung der gotischen Burganlage, die dank Burgenspielplatz und Ritter-Rätsel-Rallye auch für Kinder kurzweilig bleibt.

Wer länger in der Region urlaubt, findet im Naturpark Tiroler Lech traumhafte Wander-Möglichkeiten. Und wer sich an heißen Tagen so richtig abkühlen möchte, sollte das mal im von dichten Wäldern umgebenen Naturbadesee Alatsee probieren. Etwas wärmer ist das Wasser in der Alpentherme Ehrenberg.

Zu den Wildwasserhotspots Gesäuse und Salzatal

Steiermark. Zugegeben, sich bei 35 Grad in einen Neoprenanzug zu zwängen ist eine etwas schweißtreibende Angelegenheit. Doch sobald es in die Fluten geht, gibt es an heißen Sommertagen wohl nichts Erfrischenderes als eine Rafting-Tour.

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Bild: Schiffer

Ein ausgesprochener Wildwasser-Hotspot ist das Gesäuse, zugleich einziger Nationalpark der Steiermark. Auf Enns und Salza (die längste unverbaute Wildwasserstrecke Österreichs) geht es mitten durch die schroffe Gebirgskulisse des Gesäuses – in dem es sich auch ganz wunderbar klettern, berg- und hüttenwandern lässt. Ein guter Ausgangspunkt ist das Bergsteigerdorf Johnsbach.

Wildwasser-Anbieter:

Ausflug-Tipp: Stift Admont mit der größten Klosterbliothek der Welt.

Yoga am Berg in Kitzbühel

Tirol. Am Fuße von Wilder Kaiser und Hahnenkamm läuft im Winter ja eher die Prominenz auf. Im Sommer hingegen lässt sich in den Kitzbüheler Alpen der perfekte Wander-Urlaub verbringen. Die sanften Pfade des erst 2014 eröffneten KAT-Walks verlaufen zwischen Alpenrosen- und Heidelbeermeeren und führen zu urigen Almen.

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Tirol Werbung/Robert-Pupeter

Der komplette Weitwanderweg von Hopfgarten nach St. Ulrich am Pillersee ist 106 Kilometer bzw. 6 Tagesetappen lang. Ein besonderes Highlight wartet auf der vierten Etappe – da geht es die legendäre „Streif“ zu Fuß hinab. Werden die Beine mal zu schwer, lassen sich die Wege oft mit der Bergbahn abkürzen. Nützliches Service: Das Gepäck kann für 10 Euro pro Tag von Unterkunft zu Unterkunft transportiert werden.

Zum Abkühlen finden sich immer wieder kleine Bergseen. Besonders schön baden und Tretboot fahren (Verleih beim Seerestaurant) kann man im frischen Pillersee bei St. Ulrich.
Wer lieber eine Reise in sein Inneres statt einer Wanderwoche unternehmen möchte, kann das z.B. in Reith bei Kitzbühel tun: Das Sivananda Yoga Seminarhaus bietet Yoga-Retreats inmitten von Bergwiesen und Wäldern an.

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