Polyester und Co – darum sollten sie besser nicht in meiner Kleidung vorkommen

Es ist an Zeit, der mikroplastischen Verschmutzung unserer Gewässer entgegenzuwirken. Auch mit der bewussten Kaufentscheidung unserer Garderobe.
Polyester in unserer Kleidung
Kleider-Etikette mit der Angabe der verwendeten Materialien. Bild: Getty Images

Oft besteht unsere Kleidung nicht aus natürlichen Materialien wie Baumwolle, Hanf oder Seide, sondern aus synthetischen Fasern wie Polyester, Polyamid oder Polyacryl. Aus unseren Fleecepullis, Outdoorjacken, Sportbekleidung und Strumpfhosen lösen sich bei jedem Waschgang winzige synthetische Mikrofasern. Und diese landen dann über das Abwasser in Flüssen und Meeren. Die Klärwerke können es einfach nicht schaffen, dass alle herausgefiltert werden.

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Eine einfache Lösung für dieses komplexe Problem gibt es nicht. Als Sofortmaßnahme bietet sich die Verwendung spezieller Wäschebeutel beim Waschen an. So können die winzigen Plastikpartikel aufgefangen werden. Langfristig wird aber nur helfen, dem Fast-Fashion-Trend den Garaus zu machen und das Konsumverhalten zu verändern. Etwa schadhaftes Gewand zum Schneider zu bringen statt es wegzuwerfen und beim Kauf neuer Kleidungsstücke möglichst darauf zu achten, dass diese erst gar kein Polyester und anderes Plastik enthalten.

Antwort von: LILIAN NEUER, Mitarbeiterin Gewässerpolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

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