4 Fakten, die du über das Edelgas Radon kennen solltest

Im berühmten Gasteiner Heilstollen setzt man bereits seit langer Zeit auf die therapeutische Wirkung von Radon bei rheumatischen Beschwerden sowie Erkrankungen der Atemwege und der Haut. Wir nehmen das heilsame Edelgas genauer unter die Lupe.

Wir riechen, sehen und schmecken es zwar nicht, aber wir atmen es ständig über die Luft ein: das radioaktive Gas Radon. Es wird vor allem in der Schmerztherapie angewandt – zum Beispiel im Gasteiner Heilstollen im SalzburgerLand. Die hohe Luftfeuchtigkeit, die Wärme und das Radon machen das Klima dort einzigartig. Wir verraten dir ein paar Fakten über den unsichtbaren Luftikus!

1. Wie entsteht Radon?

Radon tritt aus dem Boden als Folge des radioaktiven Zerfalls von natürlichem Uran aus und aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Wie bei so vielen Dingen im Leben ist es die richtige Dosis, die bei der Anwendung von Radon entscheidend ist. Zu viel davon schadet unserer Gesundheit. Nehmen wir es hingegen in therapeutischen Mengen auf, wirkt es heilsam. Es stimuliert unsere Zellen und lindert Schmerzen.

2. Wie wirkt Radon?

Über zwei Wege kann das Edelgas in unseren Körper gelangen: über die Lunge und die Haut. Und wie wirkt es auf unsere Gesundheit? „Eine Radontherapie kurbelt die Ausschüttung von speziellen Botenstoffen, wie beispielsweise TGF-Beta-Zytokin, an, die Entzündungen reduzieren, das Immunsystem stabilisieren, den Stoffwechsel befeuern und den natürlichen Heilungsprozess fördern. Das erfreuliche Ergebnis: Die Anzahl freier Radikale im Körper verringert sich, und die Schmerzen lassen deutlich nach“, erklärt Dr. Martin Offenbächer, ärztlicher und wissenschaftlicher Leiter des Gasteiner Heilstollens.

Frau in einem Thermalbad
Bild: GettyImages

Therapien mit Radon

Von der Heilstollenkur über Wannenbäder, Dunstbäder und Unterwassertherapien bis hin zu Trinkkuren – im Gasteiner Heilstollen in Bad Gastein setzt man voll und ganz auf die Heilkraft von Radon.

3. Wie lange bleibt Radon im Körper?

Bereits nach rund drei Stunden baut unser Körper das aufgenommene Edelgas vollständig ab. Doch die positiven Effekte bleiben sehr viel länger bestehen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die therapeutische Wirkung von Radon mit etwas Zeitverzögerung eintritt, aber dafür bis zu neun Monate anhält. „Geht eine Zelle in den Reparaturmodus über, sendet sie an ihre Nachbarzellen zusätzlich entzündungshemmende Stoffe aus – diese regen wiederum Immunzellen an, die weitere Entzündungshemmer auf die Reise durch den Körper schicken. Einmal in Schwung geraten, laufen im gesamten Körper Reparaturen an“, beschreibt Radonexperte Dr. Martin Offenbächer.

4. Bei welchen Erkrankungen hilft eine Radontherapie?

Bei Erkrankungen der Atemwege und der Haut – von Asthma bis zu Neurodermitis – zahlt sich zum Beispiel ein Besuch im Gasteiner Heilstollen aus. Ärzte empfehlen eine Radontherapie auch bei rheumatisch-entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparats, bei postoperativen Zuständen mit Beweglichkeitseinschränkungen sowie bei neurologischen Erkrankungen mit Koordinationsstörungen.

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