Warum uns Gehen guttut

Die Sportwissenschaftlerin Margit Wachter über die einfachste Sportart der Welt
von red
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Bild: Volkan Olmez/Unsplash

„Gehen wirkt Wunder. Es stärkt das Herz-Kreislauf- System, die Muskulatur und die Knochendichte – das ist aber noch lange nicht alles. So werden zum Beispiel auch Stoffwechselprozesse günstig beeinflusst, man bekommt weniger Heißhungerattacken, sogar die Blutwerte können sich verbessern.

Gehen wirkt Wunder.

Das Beste daran? Es ist gratis und eignet sich für alle. In der Ebene gehen kann fast jeder. Es beruhigt und mildert Depressionen. Schon nach drei Minuten baut man nachweislich Stress ab.

Es beruhigt, baut Stress ab und mildert Depressionen.

Die 10.000-Schritte-Empfehlung finde ich gut, weil sie uns motiviert – aber in Wahrheit ist die Zahl eher willkürlich. Die internationale Richtlinie liegt bei 30 Minuten täglich, das wären etwa 8.000 Schritte. Aber es hängt natürlich von der Intensität des Gehens ab und ob man bergauf oder bergab unterwegs ist. Die Zahl soll einem einfach ein Gefühl dafür vermitteln, dass man sich ganz allgemein mehr bewegen sollte.

Die internationale Richtlinie liegt bei 30 Minuten täglich, das wären etwa 8.000 Schritte.

Der durchschnittliche Büromensch legt heute ja nur mehr etwa 1.000 bis 1.200 Schritte zurück. Wir sitzen viel zu viel. Das ist gegen unsere Natur: Steinzeitmenschen konnten täglich 40 Kilometer laufen – und unsere Gene sind bis heute dafür ausgelegt. Bereits 15 Minuten Bewegung am Tag verlängern das Leben um rund drei Jahre.“

Bereits 15 Minuten Bewegung am Tag verlängern das Leben um rund drei Jahre.

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