„Wie mich die Spiritualität in Maui einholte und mein Herz berührte“

Kann man Herzen lesen? Oder sich selbst heilen? Waltraud Hable ist auf Hawaii einem unkonventionellen spirituellen Lehrmeister begegnet, der diese Fragen mit einem klaren Ja beantwortet. Um ihre innere Power zu wecken, musste sie zum Drachen werden und mehr als einmal ihre Komfortzone verlassen.
Spirituelle Übung auf Maui
Bild: Bailey Rebecca Roberts

Seitlich ausgestreckt liege ich auf einem weichen, gemusterten Teppich. Ich weiß, was jetzt kommt, und es ist mir nicht ganz geheuer. Von hinten schmiegt sich ein junger, groß gewachsener Mann an meinen Körper. Er heißt Tom, ist Anfang zwanzig und ebenfalls erst seit kurzem auf Maui, mehr weiß ich nicht von ihm. Er schlingt seine langen Arme um mich, drückt seinen Bauch fest in mein Hohlkreuz und bettet die Rundung meines Allerwertesten in seinen Schoß, bis kein Blatt mehr zwischen uns passt.

Er schlingt seine langen Arme um mich, drückt seinen Bauch fest in mein Hohlkreuz und bettet die Rundung meines Allerwertesten in seinen Schoß, bis kein Blatt mehr zwischen uns passt.

„Ich mag dein Shampoo“, flüstert Tom mir zu. „Danke“, raune ich zurück. Und schließe die Augen. Das Ganze ist surreal. Ich habe beschlossen, nicht infrage zu stellen, dass ich hier mit völlig Fremden in Löffelchenstellung rumliege. Ich habe beschlossen, mich zu ergeben – und lege wortlos meine Arme um die Person vor mir. Dass wir alle vollständig bekleidet sind, lässt die Sache wenigstens ein bisschen weniger kompromittierend aussehen.

Raphael, Schamane, lebt seine Spiritualität auf Maui
Bild: Bailey Rebecca Roberts

„Atmet ein“, ertönt Raphaels tiefe Stimme, begleitet vom sonoren Klang seiner Djembe-Trommel, „atmet aus … werdet eins.“ Raphael ist 71, ein schlaksiger, dunkelhaariger Amerikaner mit wachen Augen und breitem Lachen. Ein Musiker, der in den 1970ern nach San Francisco ging, um am Konservatorium zu studieren, dort aber schnell mit New-Age-Vorreitern wie Werner Erhard, dem Neurophysiologen John Lilly, dem Autor Alan Ginsberg und dem Psychiater Fritz Perls Bekanntschaft machte und in der Folge alles durchprobierte, was die Hippie-Bewegung in Kalifornien und Hawaii damals hergab: Gestalttherapie, Trance-Musik, LSD, Tantra-Sex.

Raphael geht seit Jahren ohne Nachnamen durch die Welt, und wenn man ein bisschen tiefer gräbt, wird schnell klar, dass Raphael auch nicht der Vorname sein kann

Raphael geht seit Jahren ohne Nachnamen durch die Welt, und wenn man ein bisschen tiefer gräbt, wird schnell klar, dass Raphael auch nicht der Vorname sein kann, mit dem er einst in Tulsa, Oklahoma, geboren wurde. Im Wilden Westen, wo sich alles um Cowboys, Indianer und Rinderzucht dreht, nennt man seine Kinder nicht nach einem Erzengel oder einem italienischen Meistermaler.

Auf Hawaii hingegen, mitten im Pazifischen Ozean, abgeschottet vom Rest der Welt, scheinen Namen weniger in Stein gemeißelt. Man nimmt sich einfach den, der einem zu passen scheint. Überhaupt kann sich jeder neu erfinden, die Dichte an Esoterikern, Freigeistern, Aussteigern, Hare-Krishna-Anhängern und Yogalehrern auf Maui ist ähnlich hoch wie die der Surfer, wenn nicht höher.

Seit dreißig Jahren lebt Raphael auf Maui, genauer gesagt im Norden der Insel auf einem magisch schönen Dschungelanwesen. Sein Grundstück ist in Schriften des alten Hawaii als „Ruhestätte für alte Seelen“ geführt. Raphael nennt es „sacred land“, der Boden ist für ihn heilig. Hier, mit Blick auf den Pazifik und der Chance auf täglich ein bis zehn Regenbögen, arbeitet er als Trance-Musiker und spiritueller Lehrmeister, der jeden Donnerstag einen Kurs namens „embodied spirituality / shamanic night“ (zu Deutsch: verkörperte Spiritualität / schamanische Nacht) abhält. Die Nacht zielt darauf ab, eine bessere Verbindung zum eigenen Körper herzustellen und emotionale Wunden zu heilen.

Weg auf Maui
Bild: Bailey Rebecca Roberts

Ich bin nicht vorrangig wegen spirituellen Beistands hergekommen. Meine Gründe waren niederer: Auf meiner Weltreise habe ich hier für zwei Wochen Quartier bezogen, zum Durchatmen in der Natur, man kann auf Raphaels Anwesen ganz normal Zimmer mieten (bei Interesse einfach „Raphael“ und „Maui“ googeln, das bringt einen schnell ans Ziel). Dummerweise bin ich ohne Mietwagen angereist. Mir war nicht bewusst, wie abgeschieden das Grundstück liegt. Insofern bin ich auch abends hier, weil Autostoppen oder Taxi nicht infrage kommen. Ersteres finde ich unheimlich, obwohl das mit dem ausgestreckten Daumen auf Maui viel praktiziert wird. Zweiteres kostet auf der Insel ein Vermögen.

Wovon willst du mehr in deinem Leben?

Und wer weiß, vielleicht sind die schamanischen Nächte ein Zeichen für mich? „Wovon willst du mehr in deinem Leben?“, fragt Raphael zu Beginn alle Teilnehmer. Er lächelt viel, es ist ein freundliches, offenes Lächeln, das einen Vertrauen fassen lässt. Meine Antwort lautet: „Liebe.“ „Du meinst eine intime Partnerschaft?“ „Ja, das auch“, sage ich. Raphael nickt vielsagend. „Du musst lernen, Liebe zu erfahren. Die Beziehung, die du dir wünschst, wird bald in dein Leben kommen.“ Und zack, finde ich mich gruppenkuschelnd wieder. So hatte ich mir das nicht vorgestellt.

„Atmet aus.“ Ich bete inständig, dass die Person vor mir meine Knoblauchfahne vom Mittagessen nicht riecht. „Atmet ein“, gibt Raphael den Takt vor. „Fühlt, wie sich der Rhythmus eures Atems und eures Herzschlags automatisch anpasst, wie ihr ruhig werdet, euch geborgen fühlt. Fühlt den Körper des anderen! Liebe ist die Erkenntnis, dass du und ich dasselbe Wesen sind.“ Seit Raphael mit dem synchronen Atmen psychotische Kinder beruhigt, lustlose Paarbeziehungen wiederbelebt und die Technik auch in der Sterbebegleitung mit Erfolg angewendet hat, sieht er sie als eine der stärksten und heilsamsten Übungen in seinem Seminar.

Maui Meeresblick
Bild: Bailey Rebecca Roberts

„We do miracles here“, lacht er. „Wir vollbringen hier Wunder.“ Mein Wunder ist: Auch wenn Löffelchenstellung mit einem Haufen Unbekannter verdammt intim ist und nach „Hilfe, was würden die Leute zu Hause denken?“ schreit, nach zwei, drei Minuten stellt sich die Frage nicht mehr. Ich merke, wie mich eine wohlige Müdigkeit überkommt. Wie mein Körper, von allen Seiten umarmt und berührt, sich entspannt, wie es in meinem Kopf angenehm leise wird. Ich versuche nicht, meinen Atem dem Tempo der anderen anzupassen. Das ist längst passiert.

Man berührt nicht nur Haut, man berührt damit auch das eigene Herz und öffnet es für die Wunder des Universums.

„In der heutigen Welt berühren wir uns viel zu wenig. Alles ist an Computer ausgelagert. Dabei ist Berührung so wichtig. Man berührt nicht nur Haut, man berührt damit auch das eigene Herz und öffnet es für die Wunder des Universums.“ Nach fünf Minuten Löffelchen will ich nicht mehr aufstehen. Ich will liegen bleiben und die beschützenden Arme meines Hintermanns weiter um mich wissen, egal ob er zum Helden taugt oder nicht. Ich will mich nicht bewegen. Zumal mir dämmert, dass das die wahrscheinlich einfachste und angenehmste Übung für heute ist.

Raphael scheint ein Talent dafür zu haben, auch ohne Nachfrage zu wissen, wo Schmerz, Scham, persönliche Widerstände und Hemmungen sitzen.„Meine Mutter war hellsichtig, ich hab’s von ihr“, sagt er. „Sie war eine Heilerin, ging in Spitäler, um Kranken mit ihrer Energiearbeit zu helfen, aber man hat das damals in den 1950ern nie wirklich ausgesprochen, sie wäre als verrückt abgestempelt worden. Nach außen war sie eine strenggläubige katholische Frau.“

Er selbst hat es sich zum Auftrag gemacht, innere Grenzen mit spirituellen einem Augenzwinkern aufzubrechen. „Die erste Regel für Heilung lautet: Bring deine dunkle Seite – die Schwächen, die du vor anderen verbergen willst – ans Licht. Mach sie sichtbar. In der Schulmedizin wird es ebenso gemacht, auch da fragt der Doktor: Wo tut es weh?“ Ich stöhne innerlich auf und suche nach einer Antwort, die mich vor der Gruppe nicht als völlige Psychopathin bloßstellt. Dabei weiß ich in meiner Panik nicht mal, was genau ich zu verbergen versuche. Ich weiß nur: Die dunkle Seite, meine unausgesprochenen Bedürfnisse, darf nicht ans Licht. Deshalb sind sie ja geheim, verdammt noch mal.

Die erste Regel für Heilung lautet: Bring deine dunkle Seite – die Schwächen, die du vor anderen verbergen willst – ans Licht. Mach sie sichtbar.

„Die Probleme in einer Beziehung oder mit sich selbst beginnen immer dann, wenn Bedürfnisse nicht erfüllt werden“, bleibt Raphael beharrlich.„Also: Was sind eure Needs?“ Kurze Pause seinerseits. Betretenes Schweigen in der Runde. „Ich glaube, ihr braucht erst mal eine Runde James Brown.“ Wenn man „Schamane“ hört, denkt man an okkulte Zeremonien und bei Vollmond geopferte Hühner. Man denkt nicht an einen Ghettoblaster, aus dem in ohrenbetäubender Lautstärke „I Feel Good“ wummert. „Tanzt!“, weist uns Raphael an und wirbelt plötzlich wie um fünfzig Jahre verjüngt um uns herum. „Schüttelt alles ab: den Stress, eure Ängste, eure negativen Gedanken.“

Spirituelle Übung auf Hawaii
Bild: Bailey Rebecca Roberts

Ich kreise steif meine Hüften, hebe meine Arme. Bis ich mir selber nicht mehr zusehen kann und denke: „Zum Teufel mit der Contenance und mit der Würde! Wenn ich schon einmal auf Maui bin, dieser Einflugschneise für Hippies, dann kann ich mir auch das volle Programm geben.“ Am Ende ziert ein Oberlippenbart aus Schweißperlen mein Lachen. Dann legt Raphael ein Instrumentalstück mit Violine und Flöte auf. „Seid federleichte Zauberwesen! Fliegt, während ihr tanzt!“ Ich übe mich in grazilen Gesten und anmutiger Kopfhaltung, während ein 1,90-Meter-Hüne neben mir eine Pirouette dreht. Zum Abschluss fordert Raphael uns auf, wie ein wilder Drache fauchend durch die Gruppe zu toben. Ich rolle meine Augäpfel und forme meine Finger zu Klauen.

Ihr tragt verschiedenste Wesenszüge in euch, ihr lebt sie allerdings nicht immer alle aus.

„James Brown. Die Feenmusik. Der Drache. Das hat alles einen Sinn“, sagt Raphael, als wir keuchend auf Sitzkissen Platz nehmen. „Ihr tragt verschiedenste Wesenszüge in euch, ihr lebt sie allerdings nicht immer alle aus. James Brown aktiviert eure energiegeladene, die Feenmusik eure feminine Seite. Das Drachenspiel wiederum war zum Wecken der inneren Kraft da.“ Raphael fordert uns auf, eine Minute lang die rechte Hand vor uns auszuschütteln. So stark und fest, wie wir können: „Haltet nun mit geschlossenen Augen beide Hände still vor euch her. Na, welche fühlte sich leichter und gleichzeitig lebendig-kraftvoller an?“ Meine rechte Hand, die, die ich eben noch geschüttelt habe, scheint zu vibrieren vor Leben, während die linke sich träge und schwer anfühlt. „Dieses leichte Gefühl könnt ihr auf euren ganzen Körper übertragen“, ruft Raphael euphorisch. „Schüttelt alles ab! Das ist immer der erste Schritt, um Großes zu bewirken!“

Raphael mag unkonventionell unterrichten, in seiner Spiritualität vermischt er Lehren und Philosophien – Daoismus, Buddhismus, dazu streut er Zitate von Deepak Chopra und Elemente der Bewegungstherapie ein. Aber der spielerische Ansatz nimmt mir zumindest die Angst vor jener spirituellen Übung, die mich vor der Tanzsession noch mit Panik erfüllt hat. „Also, was ist deine dunkle Seite?“, fragt Raphael. „Wenn sie eine Person wäre: Wie würde sie heißen? Was würde sie tun?“ „Meine dunkle Seite heißt Ivy Envy“, sage ich. Miss Grün-vor-Neid. „Worauf ist Ivy Envy denn neidisch?“, fragt Raphael.

Meine dunkle Seite heißt Ivy Envy.

Und obwohl ich mir vorgenommen hatte, nur das Nötigste preiszugeben, um eine gewisse Privatheit zu wahren, pfeife ich in dieser Sekunde drauf: „Sie fühlt sich, als wäre sie nicht gut genug. Ich war eine Bettnässerin, eine Daumenlutscherin und ein schwer übergewichtiges Kind. Da wächst man zwangsweise mit dem Gefühl auf, etwas an sich ändern zu müssen, um normal zu sein.“ Raphael sagt zufrieden: „Hallo, dunkles Wesen, schiel ruhig neidisch auf die anderen, du bist willkommen und ein wichtiger Teil der Persönlichkeit.“ Ich weiß, was er meint, muss aber trotzdem nachhaken: „Raphael, all diese Einzelübungen: Bewegung setzt Energien frei, gemeinsames Atmen verbindet und beruhigt, schon klar. Ich verstehe auch, dass meine dunkle Seite weniger Macht über mich hat, wenn ich sie ans Licht hole. Aber wozu dienen all diese Übungen wirklich?“

„Um dir deine eigene Göttlichkeit bewusst zu machen“, sagt er. Ich denke: Göttlichkeit?! Kleiner hat er’s nicht? „All diese spirituellen Übungen zeigen dir, dass du deiner Intuition vertrauen kannst. Du musst sie nur mit Liebe füttern. Liebe ist die größte Kraftquelle für Intuition. Du brauchst keinen Heiler, du bist selbst deine eigene Heilquelle.“ „Das ist noch ein langer Weg“, seufze ich. „Nein. Das Rezept, dich für deine eigene Göttlichkeit zu öffnen, ist ganz einfach.“ Raphael zufolge funktioniert die Verbindung mit der inneren Göttin in vier Schritten:

  1. Schritt: Schüttle negative Energien durch Bewegung ab.
  2. Schritt: Entspanne Körperteil für Körperteil durch Meditation.
  3. Schritt: Mache dich geistig leer. Du bist nicht dein Körper. Du bist nicht dein Aussehen. Du bist nicht deine Gedanken. Schäle dich wie eine Zwiebel. Entledige dich aller Bilder und Werte. Erst wenn du nichts bist, bist du frei.
  4. Schritt: Addierst du jetzt Liebe für dich selbst und andere, spürst du deine Kraft.

Ich versuche wissend dreinzuschauen, es gelingt mir nur bedingt. „Habt ihr jemals das Herz eines anderen gelesen?“, gibt Raphael nicht auf. „In den 60er-, 70er- und 80er-Jahren hat das jeder gemacht. Aber bei euch, der Computergeneration, ist dieses Wissen verloren gegangen.“ Momente später bittet er mich, die Augen zu schließen. Er legt drei Finger unter mein linkes Schlüsselbein. Ich spüre, wie es darunter nervös flattert. Raphael sagt nur sanft „Hallo, Herz“ und hält inne. Drei, vier, fünf, zehn, fünfzig Schläge lang. „Herz, wie geht es dir? Wie fühlst du dich?“, fragt Raphael.

Spirituelle Übung: Waltraud und Raphael bei einer Herzensübung
Bild: Bailey Rebecca Roberts

Auf einem medizinischen EKG wäre jetzt ein deutlicher Ausschlag zu sehen. Aber die Antwort, die dem Ausschlag entspricht, kenne nur ich. „Ich bin verletzt“, tönt es in mir. „Ich bin unendlich traurig, müde und erschöpft“ – während mein Kopf in derselben Sekunde Scharfrichter spielt und wettert, dass es dafür absolut keinen Grund gibt: „Du bist auf Reisen, du bist frei, du hast alles, was du dir je erträumt hast, stell dich nicht so an.“

Mein Herz ignoriert mich. Es redet jetzt mit Raphael.

Mein Herz ignoriert mich. Es redet jetzt spirituell mit Raphael. Der wiederum fragt: „Herz, was hat dazu geführt, dass du so fühlst, wie du fühlst?“ Ich bin nur noch Zuhörer, nehme Wortfetzen und Bilder wahr. „Herz, was wünschst du dir, damit es dir gutgeht? Was brauchst du?“ Mein Herz beginnt zu träumen. Schöne Dinge. Romantische Dinge. Fordernd. Irgendwann höre ich Raphaels Stimme: „Langsam kehren wir zurück.“ Ich weiß nicht, wie viel Zeit vergangen ist.

Zehn Minuten? Zwanzig? Dreißig? Dann beschließt Raphael, dass ich so weit bin, meine eigene Spiritualität und Fähigkeiten zu sehen. Er lässt mich das Herz der Fotografin lesen, die mich für diese Reportage begleitet. Ich lege meine Hand auf die linke Körperseite von Bailey, ich kenne sie nicht, es gab nur ein Vorabtelefonat zwischen uns. Meine Finger liegen auf ihrer nackten Haut, ich spüre deutlich das Pochen. Es ist so intim, dass ich nervös zu lachen beginne: „Bitte glaub mir nichts, jede Jahrmarktswahrsagerin ist vertrauenswürdiger.“ Bailey lächelt mir vertrauensvoll zu und schließt die Augen. Dann spricht ihr Herz, während ich ihm – von Raphael angeleitet – dieselben Fragen stelle wie er zuvor meinem. Bilder tauchen vor meinen Augen auf. Worte. Gefühle.

Bitte glaub mir nichts, jede Jahrmarktswahrsagerin ist vertrauenswürdiger.

An Baileys späterer Reaktion kann ich erkennen: Was ich zu fühlen und zu sehen geglaubt habe, scheint sich mit ihrer Gefühlswelt zu decken. Eine Sache bei Bailey habe ich sogar ziemlich punktgenau getroffen. Vielleicht bin ich doch nicht ganz verloren. Jetzt muss ich die Intuition nur noch mit Liebe füllen – klingt einfach. Die Praxis wird zeigen, wie es wirklich ist.

Über Waltrauds Reisen
Was passiert, wenn man seinen Job kündigt, dem Fernweh nachgibt und sich einfach mal die Welt anschaut? Waltraud Hable (41) schreibt über große und kleine Weisheiten, die sie am Wegesrand findet. In der unten stehenden Karte siehst du die Stationen ihrer Weltreise. Durch Klick auf die gelben Symbole erhältst du den Link zu dem jeweiligen Blogeintrag. Oder hier beim ersten Reiseblog starten.

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