In Partnerschaft mit
Kawina und Kacheata Eath

Reine Kopfsache

Unser Nacken- und Schulterbereich hat schwer zu tragen. Doch gegen böse Verspannungen gibt es einfache und effektive Mittel.

Wie lange kannst du ein Gewicht von 5 Kilo in der Hand mit nach vorne ausgestrecktem Arm halten? Ein paar Minuten? Was dann? Dein Körper wird versuchen, die fehlende Kraft auf verschiedene Arten zu kompensieren. Über kurz oder lang führt das zu Überlastungserscheinungen. Nicht nur an der Schulter, sondern auch im Nacken und am Rücken. Man spricht dann von Verspannungen. Und die kennt, befürchte ich, fast jeder.

Die Zugkraft im Nacken

Der menschliche Kopf wiegt auch in etwa 5 Kilo und belastet den Nacken, wenn er gut ausbalanciert ist, nur geringfügig. Sobald der Kopf etwas nach vorne geneigt wird, erhöhen sich die Zugkräfte auf den Nacken. Aus 5 Kilo werden dann schon 12 Kilo und mehr.

Tja, Kopfarbeit ist eben Schwerstarbeit. Und das bemerkt man am ehesten bei der Arbeit, denn dort lässt jeder Bürohengst und jede Businesswoman mal den Kopf hängen. Der Nacken wird am Büroarbeitsplatz sehr oft überbeansprucht. Stundenlang eingenommene Sitzpositionen mit rundem Rücken und Schultern begünstigen die diversen Überlastungserscheinungen zusätzlich.

Wie kannst du schmerzfrei und produktiv bleiben?

  • Präventiv sollte in erster Linie die Arbeitsplatzergonomie passen und dann an deiner Wahrnehmung gearbeitet werden.
  • Versuche zu spüren, wie die Position deines Kopfes ist, versuch ihn zu zentrieren.
  • Zieh die Schulterblätter zusammen und strecke die Brust nach vorne.
  • Nimm dir immer wieder ein bisschen Zeit und achte ganz bewusst auf deine Haltung.
  • Ändere immer wieder deine Sitzposition: Die nächste Position ist die richtige. Dein Körper möchte in Bewegung bleiben. So fühlt er sich wohl und bleibt locker.

Krafttraining ist genauso wichtig wie dieser Versuch, den Kopf im wahrsten Sinne des Wortes freizubekommen.

Krafttraining ist genauso wichtig wie dieser Versuch, den Kopf im wahrsten Sinne des Wortes freizubekommen. Muskeln, die zu schwach sind, verstärken bei dauerhaft übermäßiger Belastung ihren Tonus.

Aber keine Angst, sinnvoll durchgeführtes und regelmäßiges Krafttraining führt nicht zwingend zu einem Stiernacken. Als Einstieg, auch wenn du bereits unter Verspannungen im Nacken leidest, reicht es, in Bauchlage den Kopf vom Boden zu heben. Das Gesicht bleibt parallel zum Boden, sodass ein Doppelkinn entsteht. Die Arme liegen dabei seitlich neben dem Körper. Halte die Position für eine Minute und wiederhol das 3- bis 5-mal.

Da der Körper das tägliche Sitzen als (unfreiwilliges) Training sieht, muss dementsprechend mit speziellen Übungen regelmäßig dagegen gehalten werden. Wir putzen ja nicht nur aus hygienischen Gründen zweimal täglich unsere Zähne, wir wollen damit natürlich auch Zahnschmerzen vermeiden.

Lasst es uns so sehen: Krafttraining ist
Körperhygiene.

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