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Wie du dein Gehirn mit Neuromusik in einen Kurzurlaub schickst

Ein Mentaltrainer verrät, wie es funktioniert. Die beste Nachricht vorab: Für das Gehirn-Spa musst du nicht einmal das Haus verlassen.
Foto Credit: Tadas Mikuckis/Unsplash

Du setzt dir dafür einfach Kopfhörer auf. Soundtüftler und Mentaltrainer Karl Edy benutzt diese Methode als Entspannungstechnik. Im Prinzip stimuliert man dabei mit einer speziellen Musik abwechselnd beide Gehirnhälften, um diese wieder stärker miteinander zu verbinden und zu vernetzen. Man schaltet das Gehirn damit gewissermaßen synchron. 

Neuro-Musik
Mentaltrainer Karl Edy (Bild: Karl Edy)

Das hat einen ähnlich intensiven Erholungseffekt wie das Schlafen, das ebenso dazu dient, unsere beiden Gehirnhälften wieder ins Lot zu bringen.

Wie Neuromusik funktioniert

Mit Neuromusik erreicht man diesen „Gehirn-Kurzurlaub“ auch im Wachzustand. Man stimuliert die Gehirnhälften, indem bestimmte Teile der Musik mit jedem Taktschlag die Seite und damit auch das Ohr wechseln. Bereits nach 20 bis 30 Minuten ist eine schwer zu beschreibende Wirkung im Kopf spürbar, die wir nach ausgiebigem Testen als „erfrischend“ bezeichnen würden. Man fühlt sich hinterher ähnlich erholt wie nach einem Nickerchen.

Neuromusik hört sich übrigens nicht besonders schön an, deshalb wird klassische Entspannungsmusik darüber gelegt. Laut Sound-Experte Edy hat sie einen subtilen Einfluss auf das Gehirn, fördert dadurch den guten Schlaf sowie Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit. HIER kannst du reinhören und es selbst ausprobieren!

Was ist Rosa Rauschen?

Bekannter ist das Weiße Rauschen, dem Hintergrundrauschen des Universums. Es wird als ein stark höhenbetontes Geräusch wahrgenommen – als ob bei einem Radio kein Sender eingestellt wäre. Das Ganze ist sehr unangenehm. Weißes Rauschen wird z.B. eingesetzt, um Tinnitus, also ein anhaltendes Klingeln der Ohren, zu behandeln. Es reduziert Stress und erhöht die Konzentration.

Rosa Rauschen ist wie Weißes Rauschen, nur das es für das menschliche Ohr optimiert wurde. Wechselt dieses in den Kopfhörer, und damit in den Ohren, langsam von links nach rechts, wird das Gehirn im vollen Frequenzbereich stimuliert und synchronisiert. In der Demenzforschung experimentiert man damit bereits erfolgreich.

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